Extreme NOW 2026: Die Kontrolle über Unternehmens-KI und -Daten zurückgewinnen
Am 25. März 2026 versammelte sich das französische IT-Ökosystem — Entscheider, Technologiepartner und Infrastrukturexperten — im Cinéma Élysées Lincoln in Paris zur Extreme NOW 2026. Diese jährliche Veranstaltung, ausgerichtet von Extreme Networks, beleuchtete die Zukunft von Networking, Cloud und Technologien der nächsten Generation.
In einer Landschaft, in der künstliche Intelligenz Informationssysteme tiefgreifend umwälzt, machte diese Ausgabe eine unausweichliche Realität deutlich: KI-Projekte sind längst keine reinen Anwendungsthemen mehr. Sie erfordern heute einen umfassenden Architekturansatz, bei dem Netzwerk, Infrastruktur, Orchestrierung und Daten-Governance unmittelbar über Leistung und Souveränität eines Unternehmens entscheiden.
Die Eröffnungs-Keynote von Iguana Solutions: eine Warnung zur rechten Zeit
Bei dieser Ausgabe hatte Iguana Solutions das Privileg, die Eröffnungs-Keynote zu halten. Unter der Leitung von Jean-Philippe Fourès, VP Product, setzte der Vortrag von Anfang an eine klare Prämisse:
„Lassen Sie nicht zu, dass KIs Ihre Daten abziehen."
Diese Aussage bringt die zentrale Herausforderung auf den Punkt, vor der Organisationen bei der schnellen Einführung von KI stehen. Öffentliche Modelle haben diese Technologie zunächst über leistungsfähige externe APIs demokratisiert — doch ihre Grenzen treten schmerzhaft deutlich zutage, sobald es um die Verarbeitung sensibler Daten oder die Integration in Kerngeschäftsprozesse geht.
Heute lautet die Frage nicht mehr nur, welche KI man einsetzt, sondern es gilt, vollständige Transparenz einzufordern:
- Wo werden die Daten verarbeitet?
- Wer kontrolliert die Netzwerkflüsse?
- Wo wird die Inferenz ausgeführt?
- Wem gehören die Rechte an den erzeugten Informationen?
Daten: der neue strategische Perimeter
Mit dem Aufkommen von RAG-Pipelines (Retrieval-Augmented Generation), autonomen Agenten und multimodalen Modellen sind Daten mehr denn je das Nervenzentrum von Organisationen. Wer sich auf undurchsichtige externe Plattformen stützt, riskiert, seine informationellen Werte preiszugeben.
Diese Souveränitätsfrage betrifft längst nicht mehr nur den Staats- oder Verteidigungssektor; sie geht jedes Unternehmen an. Hinter jedem Prompt kann der Transit kritischer Geschäftsdaten, Kundendaten, Finanzberichte oder Betriebsgeheimnisse stehen.
Angesichts dieses Risikos genügt es nicht mehr, Mitarbeitende zu sensibilisieren. Die Antwort muss strukturell sein. Unternehmen müssen sich mit Infrastrukturen ausstatten, die Folgendes leisten:
- Rechenleistung (KI) näher an die Datenquelle bringen;
- alle Verarbeitungsflüsse prüfen und steuern;
- die durchgängige Kontrolle über Inferenzumgebungen garantieren.
Infrastruktur im Zentrum der KI-Leistung
Eines der zentralen Themen der Extreme NOW 2026 war die entscheidende Rolle des Netzwerks in modernen KI-Plattformen. Einst als bloße Konnektivitätsschicht betrachtet, gewinnt das Netzwerk heute eine völlig neue Dimension.
Heutige verteilte Architekturen erfordern massiven, ununterbrochenen Datenaustausch zwischen GPU-Clustern, Storage, Kubernetes-Orchestratoren, Vektordatenbanken und Anwendungen. In diesem Ökosystem wirkt sich die Netzwerkqualität unmittelbar auf Inferenzlatenz, Modelldurchsatz und die Skalierbarkeit von Workloads aus.
Genau hier kommen die Technologien von Extreme Networksins Spiel. Mit fortschrittlichen Switching-, Network-Fabric- und cloud-nativen Observability-Lösungen wird der Anbieter den extremen Anforderungen dieser neuen Architekturen gerecht. Die Veranstaltung bot außerdem die Bühne für die Vorstellung von Extreme Platform One, einer einheitlichen Netzwerkplattform, die den IT-Betrieb vereinfachen und zugleich Sicherheit und Transparenz verteilter Umgebungen erhöhen soll.
Private KI oder maßgeschneiderte KI: zwei Ansätze für ein Ziel
Um Innovation und Sicherheit zu vereinen, bewegt sich der Markt auf komplementäre Lösungen zu:
- Full Stack AI: ein Ansatz, der den Einsatz einer privaten KI direkt in der Unternehmensinfrastruktur ermöglicht. Er garantiert die perfekte Isolation von Verarbeitung, Modellen und Informationsflüssen.
- Sichere APIs (wie IG1 AI): eine „as a Service"-Alternative, eigens für den strengen B2B-Einsatz entworfen, mit der Garantie, dass keine Kundendaten gespeichert oder zum Nachtrainieren von Modellen verwendet werden.
Beide Ansätze verfolgen dasselbe Ziel: die Kraft der KI liefern, ohne jemals die Datensouveränität zu opfern.
Auf dem Weg zu einer neuen Generation von IT-Infrastrukturen
Die anregenden Diskussionen auf der Extreme NOW 2026 haben einen technologischen Wandel bestätigt. KI setzt heute nicht verhandelbare Voraussetzungen: ultraniedrige Latenz, Echtzeit-Orchestrierung, Hochverfügbarkeit und dynamische Zuteilung von GPU-Ressourcen. In diesem neuen Paradigma bilden Netzwerk, cloud-native Architekturen und KI ein untrennbares Ganzes. Infrastruktur ist nicht länger bloß Kostenstelle oder technischer Unterbau; sie ist das Fundament der Souveränität.
Ein großes Dankeschön an die Teams von Extreme Networks für ihr Vertrauen und die Ausrichtung dieser verbindenden Veranstaltung sowie an alle anwesenden Partner und Fachleute für die Qualität unseres Austauschs.